Die Brennweite

Auch wenn es auf den ersten Blick so klingen mag – hier brennt jetzt nichts an. Obwohl bei richtig gewählter Brennweite brennen sich deine Fotos so richtig beim Betrachter ein. Aber fangen wir doch einmal vorne an. Vorne ist auch schon das Stichwort. Denn vorne auf der Kamera sitzt ja bekanntlich das Objektiv. Das ist der Teil an der Kamera, in dem jede Menge Glas eingebaut ist, damit das einfallende Licht richtig auf den Bildsensor geleitet wird. Hierbei arbeiten die Linsen (geschliffene Glasscheiben wie z B. bei einer Brille) wie ein Fernglas. Du kannst passender Brennweite Objekte, die du fotografieren möchtest, näher ranholen. Dies nennt man auch Zoomen. Wie dies genau funktioniert ist physikalisch zu erklären, aber auch recht komplex. Deshalb verzichte ich hier auf eine Erklärung dieser Vorgänge. Wichtig ist, dass es funktioniert und du verstehst, was welche Brennweite genau macht.

Die Einheit für die Brennweite

Die Brennweite wird in mm (Millimeter) angegeben. Je größer die Zahl desto länger ist die Brennweite. Und je länger die Brennweite desto näher werden deine Objekte rangezoomt. In der folgenden Abbildung siehst du wie unterschiedlich die Bilder des Models bei unterschiedlichen Brennweiten werden. Je länger die Brennweite wird desto näher wird das Model rangezoomt. Der abgebildete Bereich wird auch größer dargestellt. Aber es wird auch weniger vom gesamten Bereich dargestellt. Man kann nur noch einen Teil der gesamten Szene fotografieren. Dies wird durch den farbigen Bereich dargestellt.

Auswirkung der Brennweite auf den Bildausschnitt

Dieser Effekt tritt auf, weil die Lichtstrahlen (blaue Linien) vorne im Objektiv eintreffen und durch die Linsen gekreuzt auf den Bildsensor fallen. Bei einer längeren Brennweite laufen diese Linien (Lichtstrahlen) näher zusammen als bei einer kürzen Brennweite.

Immer mit der Ruhe

Ein Problem bei längeren Brennweiten ist die steigende Gefahr das Foto zu verwackeln. Bei langen Brennweiten solltest du daher mit einem Stativ arbeiten oder entsprechend kurze Belichtungszeiten verwenden. Als Faustformel für die maximale Belichtungszeit kannst du den Kehrwert der Brennweite verwenden. Dies bedeutet, dass du bei einer Brennweite von 105 mm maximal 1/105 s belichten sollst. Bei 35 mm dementsprechend maximal 1/35 s. Damit bei längeren Brennweiten trotzdem scharfe Bilder entstehen haben gute Objektive häufig einen Bildstabilisator eingebaut. Hier sorgt eine raffinierte Technik dafür, dass Wackler in gewissen Grenzen ausgeglichen werden. Du erkennst dies je nach Hersteller an der Bezeichnung auf dem Objektiv. Dort findest du z.B. Angaben wie IS (Image Stabilized) oder OS (Optical Stabilized).