Richtig Belichten – Die Belichtungszeit

Mit der Belichtungszeit kannst du steuern wie lange Licht auf den Sensor fällt. Bei einer längeren Belichtungszeit fällt mehr Licht auf den Sensor – das Bild wird heller. Ist die Belichtungszeit kürzer fällt weniger Licht auf den Sensor – das Bild wird dunkler. Die Belichtungszeit wird in unterschiedlichen Schreibweisen angegeben. Dies liegt daran, dass die Zeit teilweise richtig kurz sein kann. Mit richtig kurz ist z.B. der acht tausendste Teil einer Sekunde gemeint. Ein Wimpernschlag zum Vergleich dauert ca. eine zehntel Sekunde. Er ist also 800 Mal langsamer als deine Kamera. Schon beeindruckend, oder?

Die Belichtungszeit kann aber auch richtig lange dauern. Bei Landschaftsaufnahmen sind mehrere Sekunden keine Seltenheit. Denn nur so kann man die Bewegung von Wolken einfangen. Die Darstellung der eingestellten Belichtungszeit ändert sich in der Regel beim Wechsel zwischen 0,3 Sekunden und 0,25 Sekunden. Bei längeren Zeiten ab 0,3 Sekunden wird die Zeit mit zwei Strichen angezeigt. 0″3 = 0,3 Sekunden, 3″2 = 3,2 Sekunden, 6″ = 6 Sekunden. Kürze Zeiten bis 0,25 Sekunden werden als Bruch dargestellt. 1/4 = eine viertel Sekunde, 1/60 = eine sechzigstel Sekunde, 1/2000 = eine zwei tausendstel Sekunde.

Dynamisch oder eingefroren

Mit der Belichtungszeit kann man die Bildwirkung stark beeinflussen. Eine sehr kurze Belichtungszeit „friert“ Objekte ein. Eine lange Belichtungszeit kann Bewegung darstellen. Objekte verschwimmen hierbei. Unser kleiner blauer Flitzer wurde auf den beiden Bildern gleich schnell unterwegs. Er wurde aber unterschiedlich lange belichtet. Auf dem linken Bild lag die Belichtungszeit bei 1/200 Sekunde. Man hat den Eindruck er steht still. Auf dem rechten Bild wurde 1/20 Sekunde belichtet. Das Modell ist verschwommen.

Zu beachten ist hierbei auch, dass eine kurze Belichtungszeit sehr viel Licht auf dem Objekt benötigt, damit das Bild nicht zu dunkel wird. Mann muss also unter Umständen für mehr Licht sorgen. Oder einer der beiden anderen entscheidenden Werte für eine richtige Belichtung anpassen. Entweder den ISO-Wert höher einstellen oder die Blende weiter öffnen. Zur Not muss man sogar beide Werte anpassen.